Replantationszentrum im Land Brandenburg
An unserem Klinikum ist das einzige Replantationszentrum für alle Verletzungen im Handbereich des Landes Brandenburg angesiedelt. An 365 Tagen im Jahr stehen wir Ihnen in 24-Stunden-Bereitschaft mit unserer Expertise und langjährigen Erfahrung zur Akutversorgung von Komplexverletzungen der Hand bereits seit dem Jahr 2000 zur Verfügung.
Unser Leistungsspektrum reicht von elektiver Handchirurgie bis hin zu sekundärer komplexer rekonstruktiver Handchirurgie mit Ersatzoperationen. Dabei kommen modernste hand-, mikrochirurgische und plastisch-chirurgische Verfahren zur Anwendung.
Bei Unfällen zeichnen wir uns durch schnelles Handeln aus. Bei geplanten Operationen nehmen wir uns ausgiebig Zeit, um gemeinsam mit Ihnen das für Ihren Fall geeignetste Verfahren zu besprechen und zu planen.
Wir möchten, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen – deshalb setzen wir auf moderne und schonende Behandlungsmethoden.
Viele Handchirurgische Eingriffe können durch die besondere WALANT-Anästhesiemethode sicher und schonend durchgeführt werden.
Die WALANT-Anästhesie (Wide Awake Local Anesthesia No Tourniquet) ist eine modere Anästhesieform, die handchirurgische Eingriffe in lokaler Betäubung ohne Blutsperre ermöglicht.
Wir begleiten Sie über den operativen Eingriff an der Hand hinaus und kümmern uns darum, dass Sie mit der postoperativen Therapie das bestmögliche Behandlungsergebnis erreichen.
Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
Ihr Replantationsteam
- Mikro- und Wiederherstellungschirurgie
- Sehnenverletzungen (Streck- und Beugesehnenverletzungen, Sehnenersatzoperation)
- Nerven- und Gefäßverletzungen (primäre und sekundäre Rekonstruktion)
- Haut- und Weichteildefekte (lokale und regionale Lappenplastik)
Verletzungen der Hand und Handgelenk
- Knochenbrüche (Fingerfrakturen, Mittelhandfrakturen, Kahnbeinfrakturen, Handwurzelbrüche, u.a.)
- Bandverletzungen (z.B. Skidaumen, SL Bandverletzungen)
- Sehnenverletzungen (Streck- und Beugesehnenverletzungen, Sehnenersatzoperation)
- Nerven- und Gefäßverletzungen (primäre und sekundäre Rekonstruktion)
- Haut- und Weichteildefekte (lokale und regionale Lappenplastik)
Verletzungsfolgen
- Fehlverheilte Knochenbrüche (Korrekturosteotomie, Pseudarthroseneingriffe)
- Verletzungsspätfolgen (Bandersatzplastiken, Sehnenersatzoperationen, Motorische Ersatzoperationen)
Arthrose
- Daumensattelendogelenkprothetik
- Fingergelenkendoprothetik
- Handgelenkendoprothetik
Rheumahandchirurgie
- Sehnenchirugie (Synovektomie, Sehnenkopplung, Sehnenersatzchirurgie)
- Caput ulnae Syndrom
- Schwanenhalsdeformität
- Knopflochdeformität
- Stabilisierende Chirurgie in Rheumahänden
Morbus Dupuytren
- Primärchirurgie
- Rezidive
Nervenengpasssyndrome
- Karpaltunnelsyndrom
- Kubitaltunnelsyndrom
- Guyon Logen Syndrom
- Kiloh-Nevin-Syndrom
- Radialtunnelsyndrom
Erkrankungen der Sehnenscheiden
- Schnappfinger / Digitus saltans
- Entzündliche Veränderung der Sehnenscheiden, Enge der Strecksehnenfächer, Tendovaginitis stenosans de Quervain
Infektionen der Hand
- akute und chronische Entzündungen
- Weichteilentzündungen nach Verletzungen (Wundinfekte, Infekte nach Menschen oder Tierbissverletzungen)
Tumoren der Hand
- Gutartige Tumoren
- Bösartige Tumoren
Durchblutungsstörung der Handwurzelknochen
- Lunatummalazie
- M. Preiser
Weitere Leistungen
- Arthroskopie des Handgelenkes (Gelenkspiegelung)
- Denervation des Handgelenkes (Durchtrennung schmerzleitender Fasern)
- Tenolysen (Lösen von Sehnenverklebungen)
- Arthrolysen (Lösen von Gelenkverklebungen)
Durch die Verwendung eines lokalen Betäubungsmittels mit Adrenalinzusatz bleiben Sie während der OP wach und können sogar mithelfen. Das Adrenalin in geringster Konzentration bewirkt die Einengung der Gefäße im OP-Feld und erspart Ihnen sowohl die schmerzhafte Blutsperre, als auch das Auswickeln des Armes.
Der zusätzliche geringe Zusatz von Natriumbikarbonat puffert das pH-Milieu des sauren Betäubungsmittels, wodurch der brennende Schmerz während der Injektion entfällt. Natriumbikarbonat ist vom Hersteller nicht für diese Zwecke hergestellt und wird daher als ,,Off Label Use“ angewandt. Die über 20-jährige Anwendung des Natriumbikarbonats für die WALANT Anästhesie hat sich bisher sehr gut bewährt.
Vorteile für Sie als Patient*in:
keine herkömmliche Regionalanästhesie:
kein unangenehmes Auswickeln, keine unangenehme Blutsperre
mehr Sicherheit:
weniger Nebenwirkungen als bei herkömmlichen Narkosen
schnelle Erholung:
keine Aufwachphase, keine Bettruhe nach dem Eingriff
direkte Bewegungsprüfung:
während der Operation möglich
keine Nüchternheit erforderlich:
vor und nach dem Eingriff darf wie gewohnt gegessen und getrunken werden
Wie ist der Ablauf der WALANT-Anästhesie bei uns?
Zu Beginn bereiten wir die Haut an der Operationsstelle sorgfältig vor. Anschließend erfolgt die Betäubung mit einer sehr feinen Kanüle, die nur etwa halb so dick ist wie bei einer Blutentnahme. Dabei injizieren wir ein bewährtes Gemisch aus Lidocain, Adrenalin und Bikarbonat direkt in das Operationsfeld. Den ersten kleinen Einstich spüren Sie nur ganz kurz und leicht – danach sind die weiteren Injektionen im bereits betäubten Bereich nahezu schmerzfrei, sodass Sie nur das Volumen der Flüssigkeit wahrnehmen.
Nach einer Ruhezeit von mindestens 30 Minuten, in der die Betäubung ihre volle Wirkung entfaltet, beginnt die Operation.
Direkt im Anschluss können Sie unser Haus ohne längere Überwachungszeit verlassen – so gestalten wir Ihren Aufenthalt bei uns möglichst angenehm und unkompliziert.
Ihre Ansprechpartner*innen
Dr. med. Fred Gätcke
Ärztlicher Direktor und Chefarzt
Dr. med. Karsten Paesler
Leitender Oberarzt
Dr. med. Tünay Aydin-Yüce
Leitende Oberärztin Handchirurgie
Ivonne Lemke
Sekretariat