Mitte April 2026 hat Dr. Krzysztof Pujdak, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie am KMG Klinikum Güstrow, ein relativ junges Verfahren zur Behandlung stark verkalkter Herzkranzgefäße eingeführt. Das KMG Klinikum ist das erste Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern, das die orbitale Atherektomie zur Behandlung stark verkalkter Herzkranzgefäße einsetzt.
Dr. Pujdak hat sich durch langjährige Erfahrung mit diesem Verfahren zu einem Experten auf diesem Gebiet entwickelt. Der Chefarzt freut sich über die Teamleistung bei der Einführung der orbitalen Atherektomie am KMG Klinikum Güstrow und den errungenen Mehrwert für Patient*innen: „Für die Region ist die Einführung der Methode ein bedeutender Fortschritt bei der Behandlung stark verkalkter Herzkranzgefäße. Wir bauen damit unsere Möglichkeiten bei komplexen kathetergestützten Eingriffen zur Erweiterung verengter Herzkranzgefäße, sogenannter PCI-Eingriffe, maßgeblich aus. Von diesem Fortschritt werden unsere Patientinnen und Patienten profitieren. Ich bin stolz darauf, dass mein Team diese Technologie in unsere Region gebracht und erfolgreich an unserem Zentrum etabliert hat. Diese Leistung ist das Ergebnis von Expertise, Engagement und exzellenter Teamarbeit. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“
Was bedeutet „orbitale Atherektomie“ und was sind die Vorteile dieser Methode?
Bei Patient*innen mit verengten Koronararterien, also verengten Herzkranzgefäßen, werden die Verengungen mittels Stentimplantation oder Ballondilatation geweitet. Es gibt Patient*innen, bei denen die Gefäße jedoch durch Verkalkung so stark verengt sind, dass dies nicht ohne Vorbehandlung möglich ist.
Bei der orbitalen Atherektomie kreist eine diamantbeschichtete Krone um die Gefäßachse und erzeugt durch diese orbitale Bewegung Zentrifugalkräfte, die die Ablagerungen abtragen. Dabei ist die Bewegung des Instruments nicht nur vorwärts, sondern sowohl vor- als auch rückwärts möglich. Mit diesem Verfahren lassen sich äußerst präzise Behandlungsergebnisse erzielen.
Die Methode eröffnet neue Therapiemöglichkeiten auch bei schwierigen Fällen. Neben der Vorbereitung auf Stent oder Ballon kann sie auch eingesetzt werden, um Bypass-Operationen vorzubeugen, bei der verengte oder geschlossene Gefäße nicht mehr ertüchtigt, sondern mit einem Umgehungskreislauf überbrückt werden.