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KMG Klinikum Sömmerda baut allgemein-internistisches Versorgungsangebot mit enger Anbindung an die Zentrale Notaufnahme auf und schließt Gynäkologie und Mammazentrum.

| KMG Klinikum Sömmerda

Gesundheitspolitische Entwicklungen und veränderter Versorgungsbedarf machen Umstrukturierungen und eine veränderte strategische Ausrichtung am KMG Klinikum Sömmerda notwendig.

Sömmerda. Zum 1. Februar 2026 hat am KMG Klinikum Sömmerda eine allgemein-internistische Station ihren Betrieb aufgenommen, die eng an die Zentrale Notaufnahme angebunden ist und deren Versorgungsauftrag gezielt ergänzt und erweitert. Das KMG Klinikum reagiert damit zum einen auf den gestiegenen Versorgungsbedarf auf diesem Gebiet, der im Zusammenhang mit der älter werdenden Bevölkerung und damit einhergehenden komplexeren Krankheitsbildern steht. Zum anderen machen die gesundheitspolitischen Entwicklungen gerade vor dem Hintergrund der Krankenhausreform eine klare strategische Positionierung der Krankenhäuser erforderlich.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Entwicklungsperspektive der Klinik für Gynäkologie und des Brustzentrums am KMG Klinikum Sömmerda analysiert mit dem Ergebnis, dass beide Abteilungen zum 1. April 2026 geschlossen werden.

Dirk Klebingat, Regionalgeschäftsführer Thüringen/Südbrandenburg der KMG Kliniken, erläutert: „Um künftig im Zuge der Krankenhausreform eine Leistungsgruppe zu erhalten – in unserem Fall wären das die Leistungsgruppen Gynäkologie und Senologie – werden Mindestanforderungen an die genannten Bereiche in einem Krankhaus gestellt, die wir leider nicht mehr sicherstellen können. Uns ist bewusst, dass die Schließung von Abteilungen immer als ein großer Verlust wahrgenommen wird. Wir stärken mit dieser Entwicklung aber den Standort, indem wir diesen noch stärker am tatsächlichen Versorgungsbedarf orientieren und dadurch nachhaltig stärken und ausbauen.“

Dirk Klebingat führt weiter aus: „Gerade vor dem Hintergrund, dass wir in Sömmerda ein neues Krankenhaus bauen, ist es uns ein Anliegen, den Menschen in der Region das Signal zu geben, dass das Versorgungsangebot nicht schrumpft, sondern dass es sich verlagert. Wir bauen etwas auf, was den allgemein-internistischen Bereich mit seiner hohen regionalen Relevanz stärkt, die internen Abläufe verbessert und somit die bestehenden Strukturen im Gesamthaus verbessert. Das setzt Kapazitäten frei, die untern anderem für die Versorgung von allgemein- und unfallchirurgischen Patienten und Patientinnen genutzt werden können. Ebenso sind wir nun in der Lage, die Wirbelsäulenchirurgie als wichtigen Bereich weiter auszubauen. Die Neuausrichtung ist damit Ausdruck einer aktiven Steuerung unseres Leistungsportfolios im Sinne einer langfristig tragfähigen und qualitativ hochwertigen Patientenversorgung, die auch noch morgen Bestand hat.“