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KMG Klinikum Nordbrandenburg: Optimierte Versorgung durch zukünftige Kooperation von Gastroenterologie sowie Allgemein- und Viszeralchirurgie an einem Standort

| KMG Klinikum Nordbrandenburg - Standort Pritzwalk

Dr. Torsten Liebig ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie am KMG Klinikum Nordbrandenburg Standort Wittstock. Die Klinik muss im Zuge der Krankenhausreform von Wittstock nach Pritzwalk verlegt werden. Dort ergeben sich wichtige Verbesserungen der medizinischen Versorgung. Besonders werden Patient*innen von den Kooperationsmöglichkeiten mit der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal Invasive Chirurgie unter der chefärztlichen Leitung von Dr. Arnd Müller profitieren, die dann ohne Verlegung von Standort zu Standort genutzt werden können.

Die beiden Chefärzte Dr. Liebig und Dr. Müller verantworten die beiden Bereiche auch am KMG Klinikum Nordbrandenburg Standort Kyritz und blicken für diesen Standort bereits auf eine zehnjährige Erfahrung gemeinsamer erfolgreicher Zusammenarbeit zurück. Sie freuen sich, dass sie zukünftig Patient*innen auch in Pritzwalk gemeinsam betreuen können, ohne dass eine Verlegung aus Wittstock notwendig sein wird.

Dr. Torsten Liebig erläutert: „Sowohl wir Internisten als auch die Allgemein- und Viszeralchirurgen sind auf die Behandlung innerer Organe spezialisiert. Als Internisten kümmern wir uns um Vorbeugung, Diagnostik, nichtoperative Behandlung und Nachsorge, während die Chirurgen Operationen durchführen. Viele Patientinnen und Patienten durchlaufen deshalb beide Abteilungen, und es spart Zeit und Wege, wenn sie dafür nicht den Ort wechseln müssen. Auch ist bei Grenzfällen eine gemeinsame Patientenbeurteilung unabdingbar, in der festgelegt wird, ob eine konservative oder operative Behandlung die bessere Option ist. Daher ist das Konzept einer gemeinsamen Bauchstation, wie sie in Pritzwalk eingerichtet wird, sinnvoll und für den Patienten von Vorteil.“

Dr. Arnd Müller ergänzt: „Bei internistischen Erkrankungen liegen häufig Entzündungen vor, die erstmal einer medikamentösen Behandlung durch den Internisten bedürfen, bevor wir Chirurgen operieren können. Aber auch schon in der Abklärung von Beschwerden ist es für Patienten und Patientinnen von Vorteil, wenn in Pritzwalk künftig neben der Allgemein- und Viszeralchirurgie auch die Gastroenterologie und ebenso die Kardiologie angesiedelt sein werden. Ein klassisches Beispiel ist der Oberbauchschmerz, der, je nach Ursache, entweder internistisch behandelt wird oder auf eine Erkrankung hindeutet, die operiert werden muss oder aber eben auch ein Indiz für einen Herzinfarkt sein kann. Die Betreuung der Patientinnen und Patienten wird sich also verbessern, weil wir dann die verschiedenen Diagnose- und Behandlungsoptionen an einem Ort gebündelt haben. Das trägt zu Patientenkomfort und zu Patientensicherheit bei.“

Auch bei älteren Patient*innen wird die Betreuung optimiert, wenn Internist*innen und Chirurg*innen Hand in Hand zusammenarbeiten. Das internistische Management von Begleiterkrankungen sorgt dafür, dass nicht nur die Hauptdiagnose im Fokus steht, sondern Patient*innen vielmehr ganzheitlich im Blick der medizinischen Behandlung sind.

Darüber hinaus gibt es komplexe Krankheitsbilder oder komplizierte Behandlungsfälle, die ein Ineinandergreifen von Gastroenterologie und Viszeralchirurgie erforderlich machen. Beispiele hierfür sind Fistelbildungen oder Darmverschluss bei entzündlichen Darmerkrankungen wie beispielsweise Morbus Crohn, das Abrutschen eines Gallensteins in den Gallengang, der Durchbruch eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs oder eine Divertikulitis, also eine Entzündung von Ausstülpungen der Darmwand.

Christoph Hentschel, Geschäftsführer des KMG Klinikums Nordbrandenburg für die Standorte Wittstock und Pritzwalk: „Zwar sind wir wegen der Krankenhausreform gezwungen, die Gastroenterologie nach Pritzwalk zu verlegen. Jedoch entsteht für die gesamte Region etwas, das den Patientinnen und Patienten viele Vorteile bringt. Beide Abteilungen – die Gastroenterologie und die Allgemein- und Viszeralchirurgie – haben zukünftig einen gemeinsamen Blick auf die Patientinnen und Patienten, können in Absprache miteinander und mit den Patientinnen und Patienten den optimalen Behandlungspfad festlegen und schnellere Entscheidungen treffen. Wir freuen uns also auf die positiven Entwicklungsmöglichkeiten und Verbesserungen, die der Umzug bietet.“

Aktuelles zum Baufortschritt der Umbaumaßnahmen des KMG Klinikums Nordbrandenburg finden Sie hier.