Güstrow. Am Dienstag, dem 3. März 2026, hat Prof. Dr. Tino Just, Chefarzt der Klinik für Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie am KMG Klinikum Güstrow, auf aktuelle Studien aufmerksam gemacht, die den Zusammenhang zwischen einer Demenzerkrankung und einer Hörstörung untersuchen. Anlass ist der Welttag des Hörens 2026, der in diesem Jahr unter dem Motto „Klingt nach Leben! Das Leben mit allen Sinnen genießen, heute und in Zukunft!“ steht.
Eine internationale Studie unter dem Titel „Der Einfluss von Hörrehabilitation und demographischen Variablen auf den Zusammenhang zwischen Hörstörung und Demenz“ verfolgt unter anderem das Ziel, herauszubekommen, ob eine frühe Versorgung mit Hörgeräten oder Hörimplantaten den Beginn oder das Fortschreiten einer Demenzerkrankung verzögert.
Prof. Dr. Just führt hierzu weiter aus: „Hörverlust ist einer der wichtigsten veränderbaren Risikofaktoren für Demenz. Soziale Unterstützung ist entscheidend, um Menschen dabei zu helfen, mit Hörverlust und seinen möglichen Folgen wie beispielsweise kognitivem Verfall, umzugehen. Die Studie soll einen Beitrag zur bestehenden Literatur leisten, indem sie die Auswirkungen der Verwendung von Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten auf den Zusammenhang zwischen Hörverlust und Demenz bewertet. Teilnehmende der Studie sind Patientinnen und Patienten aus unterschiedlichen geografischen Regionen inner- und außerhalb Deutschlands. Als weitere Einflussfaktoren werden das Lebensumfeld – städtisch oder ländlich, die Familienstruktur und der soziale Kontext untersucht. Weil sich viele Menschen davor scheuen, einen Hörtest zu machen und sich bei Hörverlust professionell helfen zu lassen, ist es uns vom HNO-Team zum Welttag des Hörens ein wichtiges Anliegen, auf mögliche Zusammenhänge zwischen Hörverlust und dementiellen Erkrankungen aufmerksam zu machen. Hörhilfen sichern die soziale Teilhabe und können dabei helfen, geistig rege zu bleiben.“