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Weltgesundheitstag: Dr. Google, Chat GPT und Co. – Fluch oder Segen für die Gesundheit?

| Menschen

Am 7. April ist Weltgesundheitstag – ein Anlass, der uns daran erinnert, wie wertvoll unsere Gesundheit ist und wie wichtig ein bewusster Umgang mit ihr bleibt.

In Zeiten von Smartphones und permanentem Internetzugang gehört es für viele Menschen längst zum Alltag, bei ersten Symptomen „Dr. Google“ zu konsultieren. Doch wie hilfreich ist diese digitale Selbstdiagnose wirklich?

Wenn die Suche zur Gewohnheit wird
Kopfschmerzen, ein Ziehen im Rücken oder plötzliches Herzklopfen – oft reicht ein kurzer Blick ins Internet, um vermeintliche Ursachen zu finden. Innerhalb von Sekunden liefert die Suchmaschine unzählige Ergebnisse, von harmlosen Erklärungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen.
Diese Informationsflut kann beruhigen – oder verunsichern. Denn was viele vergessen: Suchmaschinen priorisieren keine medizinische Einordnung, sondern Relevanz und Klickzahlen. So stoßen Nutzer*innen schnell auf dramatische Diagnosen, die nicht zur eigenen Situation passen.

Dennoch gibt es auch Vorteile von Dr. Google:

  • Schneller Zugang zu Gesundheitswissen
  • Unterstützung bei der Vorbereitung auf Arztgespräche
  • Mehr Verständnis für den eigenen Körper

Gerade für Patient*innen kann es hilfreich sein, sich vor einem Termin über Symptome oder Behandlungen zu informieren, um gezielter Fragen stellen zu können.

Risiken einer Selbstdiagnose:

  • Fehlinterpretation von Symptomen
  • Unnötige Angst durch Worst-Case-Szenarien
  • Selbstmedikation ohne fachliche Beratung

Nicht selten führt die Suche dazu, dass harmlose Beschwerden als schwerwiegende Erkrankungen interpretiert werden – oder umgekehrt ernsthafte Symptome unterschätzt werden.

Was sagt eigentlich ein richtiger Arzt dazu?
Dr. Martin Weigelt, Leitender Arzt der Klinik für Rheumatologie und klinische Immunologie am KMG Klinikum Nordbrandenburg Standort Kyritz, geht in diesem Video mit sich selbst ins Gespräch und beleuchtet die Vor- und Nachteile der Ursachensuche in Suchmaschinen.

Im Gespräch wird deutlich: Information ist gut – aber sie ersetzt keine ärztliche Diagnose. Entscheidend ist, die eigenen Grenzen zu kennen und im Zweifel immer medizinischen Rat einzuholen.

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