Rauchen - ohne mich. Am 31. Mai 2026 ist Weltnichtrauchertag
Weltnichtrauchertag am 31. Mai: Warum der Verzicht auf Rauchen so wichtig ist
Jedes Jahr am 31. Mai macht der Weltnichtrauchertag auf die gesundheitlichen Folgen des Rauchens aufmerksam. Denn Rauchen zählt nach wie vor zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken weltweit.
Rauchen schadet nahezu jedem Organ
Beim Rauchen gelangen tausende chemische Stoffe in den Körper – darunter zahlreiche giftige und krebserregende Substanzen. Die Folgen können schwerwiegend sein: Rauchen erhöht unter anderem das Risiko für:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall
- verschiedene Krebsarten, insbesondere Lungenkrebs
- chronische Atemwegserkrankungen wie COPD
- Durchblutungsstörungen
- Diabetes
- Erkrankungen des Immunsystems
Auch die Lebensqualität leidet häufig unter den Folgen des Rauchens: Atemnot, verminderte körperliche Leistungsfähigkeit, chronischer Husten und eine schnellere Hautalterung sind typische Begleiterscheinungen.
E-Zigaretten: Keine harmlose Alternative
Besonders bei jungen Menschen gelten E-Zigaretten häufig als moderne und vermeintlich ungefährliche Alternative zur klassischen Zigarette. Doch auch sogenannte „Vapes“ sind nicht risikofrei.
Die enthaltenen Flüssigkeiten („Liquids“) enthalten meist Nikotin – einen Stoff mit hohem Suchtpotenzial. Zudem können beim Verdampfen gesundheitsschädliche Stoffe entstehen, die die Atemwege reizen und langfristig schädigen können. Die langfristigen Auswirkungen des Konsums von E-Zigaretten werden weiterhin wissenschaftlich untersucht.
Hinzu kommt: Der Konsum von E-Zigaretten kann den Einstieg in das Rauchen klassischer Tabakprodukte erleichtern, insbesondere bei Jugendlichen.
Passivrauchen gefährdet Mitmenschen
Nicht nur Raucher*innen selbst sind betroffen. Auch Passivrauchen stellt eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar. Menschen, die regelmäßig Tabakrauch ausgesetzt sind, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders gefährdet sind Kinder, Schwangere und ältere Menschen.
Rauchen betrifft nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch das Gesundheitssystem insgesamt. Nach Schätzungen entstehen in Deutschland jedes Jahr direkte Kosten von rund 30 Milliarden Euro für die Behandlung tabakbedingter Erkrankungen – etwa durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder chronische Lungenerkrankungen. Hinzu kommen weitere volkswirtschaftliche Belastungen durch Arbeitsausfälle und Frühverrentungen. Gleichzeitig zeigt der Blick auf diese Zahlen auch, wie wichtig Prävention, Aufklärung und niedrigschwellige Hilfsangebote zum Rauchstopp sind. Jeder vermiedene Krankheitsfall kann dazu beitragen, Menschen Lebensqualität zu erhalten und die Gesundheitsversorgung langfristig zu entlasten.
Rauchfrei leben – jeder Schritt zählt
Der Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter. Bereits wenige Tage nach der letzten Zigarette beginnt der Körper, sich zu erholen: Blutdruck und Puls stabilisieren sich, die Lungenfunktion verbessert sich und das Risiko für schwere Erkrankungen sinkt langfristig deutlich.
Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, muss diesen Weg nicht allein gehen. Hausärzt*innen, Krankenkassen sowie Beratungsangebote unterstützen beim Rauchstopp und helfen dabei, dauerhaft nikotinfrei zu werden.
Weltnichtrauchertag als Chance
Der Weltnichtrauchertag erinnert daran, wie wichtig Prävention und Aufklärung sind. Jede nicht gerauchte Zigarette ist ein Gewinn für die Gesundheit – unabhängig davon, ob es um klassische Tabakprodukte oder E-Zigaretten geht.
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Laut WHO sterben jährlich Millionen von Menschen aufgrund der Folgen des Rauchens.
Es ist nie zu spät aufzuhören, aber es ist noch besser, gar nicht erst anzufangen.
In der Broschüre der Deutschen Herzstiftung "Nichtraucher werden - aber wie?" finden Sie einige Schritte, die Ihnen auf dem Weg zum Rauchstopp helfen können.
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Dr. Ladyshenskij, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Luckenwalde, hat dazu eine wichtige Video-Botschaft: