In medizinischen Notfällen zählt jede Minute.
Wenn Betroffene nicht ansprechbar sind, können Notfalldaten auf dem Smartphone für Rettungskräfte eine wertvolle Hilfe sein.
Was viele nicht wissen: Auf fast jedem Smartphone lassen sich Notfalldaten hinterlegen, die Rettungskräfte auch ohne Entsperren des Handys einsehen können.
Über die Notfallfunktion moderner Smartphones lassen sich wichtige Angaben hinterlegen, darunter:
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Name und Geburtsdatum
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Vorerkrankungen (z. B. Herzkrankheiten, Diabetes, Epilepsie)
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Allergien und Unverträglichkeiten
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regelmäßig eingenommene Medikamente
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Blutgruppe
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Notfallkontakte
Kommt es zu einem Unfall oder medizinischen Notfall und die betroffene Person ist nicht ansprechbar, können Rettungskräfte über den Sperrbildschirm auf diese Informationen zugreifen. So lassen sich Risiken schneller erkennen und Behandlungen gezielter einleiten.
Die Einrichtung der Notfalldaten ist unkompliziert und dauert nur wenige Minuten. Dennoch kann sie im Notfall entscheidend sein.
Einrichten der Notfalldaten:
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Auf iPhones erfolgt dies über die Health-App („Notfallpass“)
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Auf Android-Geräten findet man die Funktion meist unter „Sicherheit & Notfälle“ oder „Notfallinformationen“ in den Einstellungen.
Damit Rettungskräfte diese Informationen ohne Entsperren des Geräts einsehen können, ist eine bewusste Zustimmung beim Anlegen der Daten notwendig:
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Auf dem iPhone muss im Notfallpass die Option aktiviert werden, dass die Daten „im Sperrzustand anzeigen“ dürfen.
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Auf Android-Geräten ist ebenfalls festzulegen, dass Notfallinformationen auf dem Sperrbildschirm sichtbar sind.
Unser Tipp: Überprüfen Sie Ihre Notfalldaten regelmäßig und aktualisieren Sie sie, insbesondere bei neuen Diagnosen oder veränderten Medikamenten.
Informieren Sie auch Angehörige über diese Funktion – sie kann Leben retten.
Im Video erklären Ihnen unsere Pflegefachkräfte vom KMG Standort Kyritz, wie Sie die Einrichtung am Iphone und Android-Geräten vornehmen.