Das Zentrum hat optimale Bedingungen für die endoskopische Diagnostik und Therapie am Verdauungstrakt nachgewiesen. Damit gehört es aktuell weiterhin zu den bundesweit lediglich fünf zertifizierten Kompetenzzentren dieser Art und bleibt das einzige in Berlin und Brandenburg. Die Erstzertifizierung erfolgte im Jahr 2020.
Luckenwalde. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat das Kompetenzzentrum für Chirurgische Endoskopie am KMG Klinikum Luckenwalde zum zweiten Mal in Folge rezertifiziert. Nach einem unabhängigen Re-Audit im Juni dieses Jahres wurden die Zertifizierungsurkunden im Juli übergeben. Seit mehreren Jahren nimmt das Zentrum eine besondere Stellung in der medizinischen Versorgung der Region ein. Es ist das einzige zertifizierte Kompetenzzentrum für Chirurgische Endoskopie in Berlin und Brandenburg.
Dirk Klebingat, Regionalgeschäftsführer Thüringen/Südbrandenburg und Geschäftsführer am KMG Klinikum Luckenwalde: „Die erneute Rezertifizierung bestätigt die nachhaltig hohe fachliche Qualität und vor allem das große Engagement sowie die fachliche Kompetenz und Erfahrung des gesamten Teams. Mein herzlicher Dank gilt allen, die mit ihrem täglichen Einsatz zu diesem hervorragenden Ergebnis beigetragen haben. Die unabhängige Zertifizierung schafft Transparenz und gibt Menschen eine verlässliche Orientierung bei der Wahl einer geeigneten Klinik.“
Dipl.-Med. Frank Schischke, Zentrumsleiter und Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemeinund Viszeralchirurgie: „Wir freuen uns sehr über die erneute Rezertifizierung. Sie bestätigt, dass unsere Patientinnen und Patienten auch weiterhin auf eine Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau vertrauen können. Besonders wichtig ist uns die enge Zusammenarbeit von Gastroenterologie und Allgemein- und Viszeralchirurgie. So verkürzen wir Wege, können Untersuchungen und Behandlungen optimal aufeinander abstimmen und eine umfassende medizinische Versorgung aus einer Hand bieten.“
Dr. Jan Dornbusch, Organisatorischer Leiter der Endoskopie und Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie: „Erkrankungen des Verdauungstrakts erfordern viel Erfahrung und eine präzise Diagnostik. Mit jährlich mehr als 4.000 behandelten Patientinnen und Patienten, einem 24-Stunden-Notfall-Endoskopiedienst sowie modernster Medizintechnik gewährleisten wir eine verlässliche medizinische Versorgung – auch in akuten Situationen.“
Das Kompetenzzentrum für Chirurgische Endoskopie am KMG Klinikum Luckenwalde Im Kompetenzzentrum wird das gesamte Spektrum der diagnostischen und interventionellen Endoskopie angeboten. Dazu gehören Magenspiegelungen (Gastroskopien), Darmspiegelungen (Koloskopien), Gewebeentnahmen sowie Verfahren zur Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Gallenwege (ERCP und Cholangioskopie). Darüber hinaus werden komplexe endoskopische Eingriffe durchgeführt, darunter die Entfernung von Polypen und Frühkarzinomen, verschiedene Verfahren zur Blutstillung, die Einlage von Stents sowie die Behandlung von Krampfadern der Speiseröhre mittels Gummibandligatur.
Das KMG Klinikum Luckenwalde investiert kontinuierlich in moderne Medizintechnik. Mit der jüngsten Investition in neue Endoskopietürme und Endoskope stehen bei der Bildgebung leistungsfähigere Lichtquellen sowie eine verbesserte Bildverarbeitung zur Verfügung. Dadurch lassen sich Tumoren im Verdauungstrakt früher erkennen, Polypen und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen präziser beurteilen sowie Erkrankungen der Gallenwege gezielter behandeln.
Termine können unter der Telefonnummer 03371 699715 vereinbart werden. Weitere Informationen sind auf der Webseite des KMG Klinikums Luckenwalde unter kmg-kliniken.de abrufbar.
Moderne Endoskopie gewinnt in Diagnostik und Vorsorge weiter an Bedeutung
Die Bedeutung der Endoskopie nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Jährlich werden in Deutschland rund drei Millionen Magen- und Darmspiegelungen durchgeführt. Damit zählt die viszeralmedizinische Endoskopie zu den häufigsten diagnostischen und therapeutischen Verfahren in Krankenhäusern und Facharztpraxen. Gleichzeitig ermöglicht der medizinische Fortschritt, immer mehr Erkrankungen des Verdauungstrakts schonend und häufig sogar ohne klassische Operation zu behandeln. Für Patient*innen bedeutet das in vielen Fällen weniger Schmerzen, kürzere Krankenhausaufenthalte und eine schnellere Genesung.
Auch in der Darmkrebsvorsorge spielt die Endoskopie eine entscheidende Rolle. Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die Darmspiegelung gilt als die wirksamste Methode, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen oder ihr sogar vorzubeugen: Mehr als 95 Prozent der Darmkrebsfälle entstehen aus zunächst gutartigen Darmpolypen, die während einer Vorsorgeuntersuchung häufig direkt entfernt werden können.
Unabhängig geprüfte Qualität schafft Vertrauen
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) vergibt ihre Zertifizierung ausschließlich an Zentren, die bundesweit definierte Qualitätsstandards erfüllen. Bewertet werden unter anderem die medizinische Behandlungsqualität, standardisierte Abläufe, die Qualifikation des Behandlungsteams, die technische Ausstattung sowie eine ausreichende Anzahl an durchgeführten Eingriffen. Die Zertifizierung gilt für drei Jahre. Eine Rezertifizierung erfolgt nur nach einer erneuten unabhängigen Prüfung und dem Nachweis einer konstant hohen Prozess- und Ergebnisqualität.