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Mit dem Wunsch- und Wahlrecht ist es Patienten möglich, sich bei Beantragung einer Rehabilitationsmaßnahme die Rehaklinik selbst auszusuchen.


§ 9 Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten
(1) Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen. Dabei wird auch auf die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen und weltanschaulichen Bedürfnisse der Leistungsberechtigten Rücksicht genommen (...).

 

Einige Voraussetzungen müssen allerdings dafür erfüllt sein:

  • Ihre Wunschklinik muss nachweislich für die Behandlung Ihrer Erkrankung medizinisch geeignet sein.
  • Ihre Wunschklinik sollte über einen Versorgungsvertrag mit den Sozialversicherungen verfügen. Zum Beispiel nach § 111 SGB V mit den Gesetzlichen Krankenkassen oder einem Belegungsvertrag nach § 21 SGB IX mit den Trägern der Rentenversicherung.
  •  Ihre Wunschklinik muss über ein auf Basis eines für die Rehabilitation anerkannten Qualitätsstandards zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem verfügen.

 

Reichen Sie Ihren Wunsch am besten bereits mit Ihrem Reha-Antrag ein.
Ihre Erfolgschancen sind größer, wenn Sie die Wahl Ihrer Wunschklinik begründen. Vorrangig sollten es medizinische Aspekte sein, die Sie in Ihrer Begründung angeben. Hierzu können Sie auch die Einschätzung Ihres behandelndes Haus-/ Facharztes hinzuziehen.
Ergänzend können auch bisherige Erfahrungen, ggf. Wohnortnähe oder Ihre familiäre Situation als Begründung herangezogen werden.
Sie können Ihren Wunsch in einem formlosen Anschreiben äußern, das Freitextfeld im Selbsteinschätzungsbogen (G115) dazu nutzen oder ihr behandelnder Arzt trägt Ihren Wunsch im Feld „Bemerkungen" des Ärztlichen Befundberichts ein.

 

Diese Informationen können Sie sich zum Abspeichern downloaden.

 

Ergänzung zum Antrag auf Durchführung einer medizinischen Rehabilitation

Widerspruch zur geforderten Eigenbeteiligung aufgrund von Mehrkosten

Im Anschluss an eine Berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung kann Ihr D-Arzt eine Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP) verordnen.


Die EAP ist eine von der gesetzlichen Unfallversicherung entwickelte ambulante Therapieform. Dabei wird wohnortnah eine intensivierte physiotherapeutische Behandlung durch ein muskuläres Aufbautraining unterstützt. Die Therapeuten arbeiten unter ärztlicher Leitung, um schwere Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparats nach Unfällen oder Operationen zu beheben oder zu mildern.

 

Die Landesverbände der Unfallversicherung beteiligen ausschließlich besonders geeignete Rehabilitationseinrichtungen an der EAP. Die Lizenz zur Ausübung und Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen der Erweiterten Ambulanten Physiotherapie (EAP) stellt spezielle Anforderungen an fachliche Qualifikation der Therapeuten sowie Ausstattung und Größe der Praxisräume.

 

Die KMG Elbtalklinik Bad Wilsnack ist für die Durchführung der EAP zugelassen.

Präventionsprogramm

Gesundheit erhalten - Erwerbsfähigkeit sichern

 

Der berufliche Alltag hat sich in den letzten Jahren für viele Menschen sehr verändert. Sowohl einseitige körperliche Belastung als auch zunehmende Flexibilität, Mobilität und ständige Erreichbarkeit können zum Problem werden. Die Prävention als Möglichkeit wahrscheinliche, aber unerwünschte Ereignisse oder Zustände abzuwenden, erhält damit eine besondere Aufmerksamkeit.

 

Im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung (DRV) bietet die KMG Elbtalklinik ein Programm zur Prävention an.

 

Ziel des Präventionsprogramms ist es, gemeinsam mit Arbeitgebern und behandelnden Ärzten Angebote an Arbeitnehmer zu richten, die persönliche Risikofaktoren haben oder besonderen beruflichen Belastungssituationen ausgesetzt sind. Gesundheitliche Gefahren sollen rechtzeitig erkannt und alltagstaugliche Lösungswege aufgezeigt werden. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sind für Berufstätige bereits dann möglich, wenn noch keine erkennbaren Krankheitsbilder vorliegen.

 

Weitere Informationen zum zeitlichen Ablauf sowie der Inhalte des Programms finden Sie im Info-Folder.

 

Nachsorgeprogramme

Für Patienten der Rentenversicherung werden zwei Nachsorgeprogramme angeboten:

 

  • IRENA - Programm (intensivierte Reha-Nachsorge)
  • ambulanter Rehasport

 

Detaillierte Informationen zu IRENA finden Sie unter folgendem Link:
Deutsche Rentenversicherung - IRENA

 

Detaillierte Informationen zu ambulantem Rehasport finden Sie unter folgendem Link:
Deutsche Rentenversicherung - ambulanter Rehasport

 

Patienten, die über ihre Krankenkasse eine Behandlung in unserer Klinik erhalten, bekommen eine Nachsorgeempfehlung. Die Verordnung derselben geschieht nach Prüfung über den ambulanten Haus- oder Facharzt.

 

Im Rahmen der Nachsorge sehen wir es auch als unsere Aufgabe an, Patienten die Adressen von Selbsthilfegruppen zu übergeben und/ oder den Erstkontakt zu ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtungen zu vermitteln.

Zur Klärung sozialer Fragestellungen sowie zur Wiedereingliederung in das Berufsleben ist die Arbeit des Sozialdienstes innerhalb einer Rehaklinik unerlässlich. Alle notwendigen Schritte werden im Rahmen der Rehabilitationsmaßnahme vorbereitet und eingeleitet. Zur Klärung der weiteren beruflichen Perspektive findet neben den Einzelgesprächen mit den Patienten auch ein Gruppenangebot statt. Alle anderen Themen werden grundsätzlich im Einzelgespräch behandelt.

 

  • zur Klärung finanzieller Angelegenheiten: ggf. Kontaktaufnahme mit Leistungsträgern sowie Antragstellung finanzieller Leistungen
  • zur Klärung der weiteren beruflichen Perspektive: ggf. Einleitung einer stufenweisen Wiedereingliederung, Beantragung / Einleitung beruflicher Rehabilitation
  • Beratung durch unsere externen Partner, wie Berufshelfer der Berufsgenossenschaft oder DRV Rehaberater
  • zur Klärung der häuslichen Versorgung: ggf. Gespräche mit Patienten und deren Angehörigen zur Organisation weiterführender Maßnahmen, ggf. Einleitung häuslicher Krankenpflege durch einen Pflegedienst oder eine stationäre Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung, Beratung zur Pflegeversicherung (ggf. Beantragung von Pflegegraden)
  • zum Schwerbehindertenrecht
  • Erläuterung des Verfahrens und Antragstellung (bundeslandspezifisch)
  • zur therapeutischen ambulanten Nachsorge: Rehasport, IRENA, ggf. Vermittlung in regionale Selbsthilfegruppen (u.a. auch in die Rheuma- Liga)

Unsere Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes beraten Sie gern.

Pflege

Der Pflegedienst arbeitet eng mit allen Mitgliedern des Reha-Teams, insbesondere mit dem ärztlichen Dienst zusammen. Die wöchentlichen Chefarzt- / Oberarztvisiten dienen sowohl der Sicherstellung Ihres Wohlbefindens als auch der Kontrolle des gemeinsam festgelegten Reha-Ziels. Im Rahmen der Visiten werden, sofern erforderlich, diagnostische Maßnahmen festgelegt, Medikamente verordnet, Therapieplanänderungen vorgenommen etc. Die Umsetzung der Anordnungen aus der Visite sowie deren weitere Koordination liegt in der Verantwortung des Pflegedienstes. Darüber hinaus wird durch den Pflegedienst der gesamte Behandlungsverlauf in der Patientenakte dokumentiert.


Sofern Sie aufgrund Ihrer Diagnose pflegerische Unterstützung im Alltag benötigen, erfolgt am Tag der Anreise die pflegerische Aufnahme durch Pflegedienstmitarbeiter Ihrer Station. Im Ergebnis der pflegerischen Aufnahme erfolgen die Erarbeitung des Pflegeziels und die Pflegeplanung unter Berücksichtigung der individuellen Ressourcen des Patienten. Hinsichtlich der Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) wird der Patient gezielt beobachtet und kontinuierlich kontaktiert. Eine Körperpflege des Patienten erfolgt entsprechend seiner funktionellen Einschränkungen.


Sowohl die Mitarbeiter des Pflegedienstes als auch die Kollegen des ärztlichen Dienstes stehen Ihnen zu den angegebenen Sprechzeiten und darüber hinaus bei besonderem Bedarf zur rund um die Uhr zur Verfügung.

 

Sprechen Sie uns einfach an.

 

Abschlussuntersuchung

Kurz vor Ende Ihres Reha-Aufenthaltes findet die ärztliche Abschlussuntersuchung statt. Gemeinsam mit Ihnen wird die Erreichung der gestellten Reha- und Therapieziele bewertet. Die Inhalte des Entlassungsbriefes werden gemeinsam mit Ihnen besprochen, sowie Anregungen und Festlegungen für die Zeit nach der Rehabilitationsmaßnahme geklärt. Dazu kann die Empfehlung gehören, einen weiterbehandelnden Arzt aufzusuchen oder ein Nachsorgeprogramm zu besuchen, um die Nachhaltigkeit der Rehabilitationsmaßnahme zu sichern. Der weiterbehandelnde Arzt wird durch den ärztlichen Entlassungsbrief über die Diagnostik und Therapie während der Rehabilitation und die Nachsorgeempfehlung informiert. Darüber hinaus erfolgt eine sofortige Kontaktaufnahme durch unsere Klinik bei Problemfällen.


Wir stehen zudem regelmäßig im Erfahrungs- und Informationsaustausch zu den unterschiedlichen Behandlern unserer Patienten.